2012 – Frühling

In den Reben fließt der Saft

Endlich kehrt der lang ersehnte Frühling in den Weinbergen ein. Nach einem bitterkalten Februar zeigt sich der März doch schon einige Grad Celsius wärmer und mit deutlich mehr Sonne. Das sieht man dann auch an den Reben, die derzeit aus dem Winterschlaf erwachen. An den Spitzen der Ruten tropft es bei milden Tagestemperaturen regelrecht. Die Winzer sagen dazu auch  „Weinen“ oder „Bluten“ der Reben. Diese kleinen Safttropfen an der Schnittstelle verhindern das Eindringen von Krankheitserregern in die Rebe. Bis zu einem Liter davon kann eine Rebe binnen 24 Stunden produzieren.

Gelehrte und Mediziner bescheinigen den kostbaren Tropfen bereits im Altertum eine heilende Wirkung. Sie seien gut für die Augen und Ohren, förderten die Seh- und Hörkraft, sie wirkten positiv auf Kopf, Magen, Darm, Niere und Blase, linderten sogar Brechreiz und dämmten das Wachstum von Warzen ein.

Der Rebschnitt ist bei den meisten Betrieben mittlerweile beendet. Jetzt steht das so genannte „Biegen“ an. Hier wird der Rebstock fürs laufende Jahr „in Form gebracht“, d. h. die Knospen werden durch das horizontale Anbinden der verbleibenden Rute im Drahtrahmen verteilt. Diese Tätigkeit wird ideal dann ausgeführt, wenn der Saftfluss beginnt, da die Ruten dann nicht so leicht abbrechen.

Quelle : www.rheinhessenwein.de

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